Trend-Meinung
Der Ausbau der Solarstromerzeugung (Photovoltaik) belastet die Stromnetze.

Fakten
Fakt ist, dass der Solarstrom die Netze nicht belastet-, sondern vor allem entlastet. Der erzeugte Strom muss nicht wie bei zentralen Großkraftwerken über mehrere hundert Kilometer transportiert werden.


1. Räumliche Nähe von Erzeugung und Verbrauch entlastest Netze
Gerade die dezentrale Erzeugung von Solarstrom durch die vielen Dachanlagen in Deutschland stellt eine Erzeugungsform dar, bei der Strom in unmittelbarer Nähe zum Verbraucher produziert wird. Die Anreizregelung für PV-Anlagenbetreiber zum Eigenverbrauch des erzeugten PV-Strom hat den Trend zur lokalen Bündelung von Stromerzeugung und Verbrauch weiter verstärkt. Per saldo werden durch die PV-Stromerzeugung die Transportwege für Strom, die Belastungen der Netze vor Ort und die Leitungsverluste deutlich reduziert.

2. Moderne Einspeise- und Netztechniken reduzieren Netzausbaubedarf
Die mittlerweile für neue PV-Anlagen vorgeschriebenen modernen Wechselrichter tragen dazu bei, Spannungsanstiege und Spannungseinbrüche im Netz auszugleichen. Zusammen mit weiteren Optionen wie der Verwendung von regelbaren Ortsnetztransformatoren kann der Netzausbau- und Modernisierungsbedarf durch technische Maßnahmen deutlich reduziert werden.


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